Der verkorkste Skitag

Alles geschah letzten Mittwoch. Mein Vater kam um 5:30 Uhr in mein Zimmer, um mich zu wecken: Der erste Skitag des Jahres stand bevor. Noch ein bisschen verschlafen, aber voller Vorfreude stand ich auf und ging duschen. Noch ein kurzer Halt beim Bäcker und schon konnte es los gehen. Jetzt hieß es für mich, eine dreistündige Autofahrt ins Skigebiet Silvretta Montafon zu überstehen. Jedoch sollte es nicht bei drei Stunden bleiben…

Die Fahrt war sehr langweilig und ich schlief ein. Ich wachte wieder auf bei einer Raststation, etwa eine Stunde entfernt von unserem eigentlichen Ziel, wo wir alle eine kurze Verschnaufpause machen mussten. Schon dort war sehr viel los und ich dachte mir, dass es keinen Spaß machen würde, mit gefühlt 100.000 anderen Leuten auf der Piste zu fahren. 

Es ging weiter und an einer Kreuzung beschlossen wir, lieber nach Warth zu fahren, in der Hoffnung dort eine nicht zu große Menschenmenge anzutreffen. Allerdings ging unser Plan nicht auf und wir standen zwei Stunden lang im Stau, in denen wir unserem Ziel nicht nähergekommen waren.

Also kamen meine Familie und ich zu dem Schluss erst einmal umzudrehen und einen Kaffee zu trinken. Gesagt getan. Ich war ein bisschen enttäuscht, weil ich mich wirklich gefreut hatte, meine neuen Skier auszuprobieren, aber schlechte Laune führt ja meistens auch nicht zu einer Lösung.

Mein Bruder hatte die Idee einen winterlichen Spaziergang zu machen. Also suchten wir im Internet einen wirklich schönen heraus und fuhren dort hin. Nur leider war im Schetteregg genau so viel los und wir bekamen nicht mal einen Parkplatz.

An diesem Tag wollte auch wirklich nichts klappen, doch ich blieb positiv, da wir es ja sowieso nichts ändern konnten. Angekommen im nächsten Ort zog ich mir meine Schneehose an. Wir holten uns in der Touristik-Information eine Landkarte und liefen einfach los.

Der Weg war einsam und verlief wunderschön an einem Bach. Immer mal wieder wurde ich von Schneebällen meines Bruders getroffen und schon bald entwickelte sich ein kleines Battle zwischen uns beiden. Die Betrübtheit nicht Ski fahren zu können, war schon bald verflogen und es machte richtig Spaß durch den Schnee zu laufen.

Nach ca. zwei Stunden machten wir uns auf den Heimweg und hatten trotz des verkorksten Skitages, doch noch ein positives Erlebnis. 

von Luis Herold (Klasse 9a)

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