ALTERSHEIM: Ein Tag wie jeder andere?

In einem Moment genießt man noch ein unbeschwertes Leben und im nächsten Moment sieht die Welt schon ganz anders aus. So erging es auch Formel 1 Legende Michael Schumacher, der durch einen Skiunfall zum Pflegefall wurde. Dieses Schicksal kann alle Altersgruppen treffen. Es gibt Kinder auch, die durch Krankheiten oder Behinderungen pflegebedürftig sind, doch werden sie meistens von zu Hause oder in besonderen Einrichtungen gepflegt. Die meisten Pflegebedürftigen sind ältere Menschen, die zwar auch von Familienangehörigen oder privatem Pflegepersonal zu Hause betreut werden können, vielen bleibt aber der Weg ins Pflegeheim nicht erspart. Ein Tag in solch einem Pflegeheim fängt morgens damit an, dass die Bewohner, welche auf Hilfe angewiesen sind, von den Pflegekräften gewaschen, angezogen und medizinisch versorgt werden. Danach trifft man sich zum gemeinsamen Frühstück. Es gibt Brot und Brötchen, Marmelade, Honig, Obst, Kaffee oder Tee. Die Heimbewohner können jederzeit auch ihre eigenen Lebensmittel verzehren. So werden die Heimbewohner häufig von den Angehörigen zum Beispiel mit selbstgemachter Marmelade versorgt. Grundsätzlich wird jede Abwechslung gerne angenommen. Meistens werden nach dem Frühstück verschiedene Aktivitäten vom Betreuungspersonal angeboten. So gibt es zum Beispiel einmal pro Woche eine Sturzprophylaxe, dabei werden verschiedene Vorsichtsmaßnahmen bei Stürzen geübt, oder man trifft sich in einer gemütlichen Runde zum Wochenabschluss und spricht über aktuelle Themen oder Berichte. Zur Abwechslung werden auch mehrmals die Woche Spiele angeboten, wie „Mensch ärgere dich nicht“, Kniffel oder auch Ratespiele. Wer möchte, kann sich auch im kleinen Kreis zum Kuchen-Backen treffen. Dieser wird dann zur Kaffeezeit serviert. Betreut werden diese Aktivitäten immer von angestellten Betreuungskräften und die Teilnahme der Bewohner ist immer freiwillig. Im Anschluss ist es dann schon wieder Zeit zum Mittagessen. Täglich werden dafür zwei verschiedene Mahlzeiten geliefert, unter denen die Heimbewohner auswählen können. Natürlich darf auch ein kleiner Nachtisch nicht fehlen, zum Beispiel Joghurt oder Obstsalat. Danach verbringen die Heimbewohner oft Zeit in ihren Zimmern. Es gibt Einzel- und Doppelzimmer. Zur Kaffeezeit versammeln sich wieder alle an ihrem Tisch. Dort trinken sie Kaffee oder Tee und es gibt Gebäck oder selbstgebackenen Kuchen.  Häufig gibt es auch am Nachmittag Programm. So kommen zum Beispiel regelmäßig Mitglieder des Gesangvereins, welche dann gemeinsam mit den Bewohnern singen. Auch über einen Besuch im Heimgarten oder einen Spaziergang freuen sich die Heimbewohner. Dennoch kann das ganze Programm den wichtigen Besuch von Familie und Freunden nicht ersetzen. Es gibt keine vorgeschriebenen Besuchszeiten und auch die Mithilfe der Familienangehörigen nehmen die Pflegekräfte dankend an. Wer keine eigenen Familienangehörige hat, um den kümmern sich die angestellten Betreuer. Gegen Abend treffen sich wieder die Bewohner, welche weitestgehend selbständig essen können zum Abendessen. Hier gibt es meistens Brot, Brötchen, Wurst, Käse, Rohkost oder, wer möchte, auch eine Suppe. Danach werden die Pflegebedürftigen für die Nacht versorgt.

Neben der täglichen Betreuung und Versorgung und der Gestaltung des Tagesprogramm organisiert das Heim auch noch andere Programmpunkte wie zum Beispiel ein Sommerfest. Es sind alle bemüht, den Aufenthalt der Bewohner so schön und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten.

Mit einem ganz großen Problem haben aber alle Pflegeheime zu kämpfen und das ist der Fachkräftemangel. Für die ganze Betreuung und Versorgung bräuchte man viel mehr Pflegepersonal als der Gesetzgeber vorgibt. Grund dafür sind neben den Vorgaben des Gesetzgebers, die Arbeitszeit und vor allem der schlechte Verdienst, welcher im Schnitt bei 2.450 Euro brutto liegt. Hoffentlich wird die Politik so langsam wachgerüttelt und verbessert die schlechten Umstände. Wenn man die hohen Kosten für einen Pflegeheimplatz (monatlich zwischen drei- und fünftausend Euro) betrachtet und davon nur ein geringer Teil über die Pflegeversicherung finanziert wird, so muss für den Pflegebedürftigen auch die beste Versorgung und Pflege gewährleistet sein!

von Alina Pfaus (Klasse 9a)

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