Wo sind die Millionen?

Wir schreiben das Jahr 2014. Es ist ein doch eher kalter und regnerischer Sommer in Europa. Aber doch trotzdem schütten sich die Leute Eiswasser über den Kopf. Was war da los?

Wahrscheinlich kennt sie jeder noch die ALS Ice Bucket Challenge oder der ein oder andere hat sogar mitgemacht. Auch auf dieser Seite wurde darüber berichtet: Ice Bucket Challenge – was steckt wirklich dahinter? Es gab mehrere Millionen Videos auf den sozialen Netzwerken und insgesamt mehr als 10 Milliarden Klicks. Der Ursprung der Challenge ist unbekannt. Der Hype wurde durch den Spendenaufruf der ALS Association (ALSA) ausgelöst. Dies ist eine Forschergruppe, die sich auf die Untersuchung und Bekämpfung von ALS spezialisiert hat. Bis zum Ende des Jahre 2014 nahm die Stiftung mehr als 93,4 Millionen US-Dollar ein, im Vergleich zum Vorjahr waren es 7 Millionen US-Dollar. Die Stiftung (ALSA) gewann mehr als 300.000 aktive Spender dazu. Nochmals kurz die Regeln: Wer nominiert wurde, musste innerhalb von 24 Stunden sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf leeren und 10 Euro spenden. Wer dies nicht tat, musste 100 Dollar spenden. Noch im selben Jahr hagelte es heftige Kritik, man solle nicht einfach so das Eis verschwenden. Auch viele Stars machten mit wie zum Beispiel Manuel Neuer, Mats Hummels und viele mehr. Auch von vielen Promis aus gab es Kritik. Conchita Wurst formulierte ihre so: Donate twice instead of ice“. Viele Promis schlossen sich dieser an. Aber was geschah mit dem Geld? Bisher gab die ALSA 41 Millionen US-Dollar aus. Jede Ausgabe wird auf ihrer Website dokumentiert. Sie investieren vielseitig in die Forschung. Aber dennoch liegen wenige Forschungsergebnisse vor. Im Frühjahr 2015 wollte die ALSA dem Hype vom letztem Jahr folgen. Dies gelang ihnen aber nicht mehr, Es kam im Vergleich nur noch eine kleine Summe von 17 Millionen US-Dollar zustande.

von Paul Sturm (Klasse 9b)

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